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Englische Teezeremonie

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Eine Etagere voller kleiner Häppchen und Scones, Schwarzer Tee mit Milch und der abgespreizte Finger beim Heben der feinen Porzellantasse: Beim Thema England und Tee haben die meisten von uns sofort bestimmte Bilder vor Augen. Doch ganz so einfach sind die Engländer wider Erwarten nicht – auch wenn die britische Teezeremonie nicht so aufwändig und voller Rituale ist wie die ostfriesische oder gar japanische, befolgen die Briten beim Teegenuss doch die eine oder andere Regel.

Britische Teekultur – vom Adel zum Bauarbeiter

Die Briten gehören zu den Welt-Meistern im Teetrinken. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist nur in China und der Türkei höher – und in Ostfriesland, aber das ist eine andere Geschichte ...

Mitte des 17. Jahrhundert kam der Tee nach Großbritannien und wurde zum Lieblingsgetränk der Adeligen, die sich im Gegensatz zum Rest der Bevölkerung dieses teure Getränk leisten konnten. Mitte des 19. Jahrhunderts führte Anna Maria Stanhope, Duchess of Bedford und Hofdame von Queen Victoria, den Afternoon Tea am Hofe und damit auch bei der Oberschicht ein.

Seitdem ist Tee im Königreich zu einem Alltagsgetränk geworden, und die britische Kultur des Teetrinkens geht oft unter: Die berühmte englische Tasse Tee ist in der Hektik meist nur ein Teebeutel in der Tasse, unbedingt mit einem Schuss Milch. Der sogenannte Builder's Tea wird zusätzlich mit viel Zucker zubereitet.

Treu geblieben sind die Engländer über all die Jahre der Teesorte: Schwarz, schwarz und nochmal schwarz. Auch wenn der lose Tee zu Hause im Alltag dem Teebeutel weicht und vor allem die unteren Gesellschaftsschichten weniger auf die Qualität des Tees achten, haben es andere Teesorten bisher nicht geschafft, Oberhand über den Schwarztee zu gewinnen.

Die bekannteste Schwarztee-Sorte aus England ist übrigens der Earl Grey – obwohl die Engländer eher kräftige, reine, unaromatisierte Schwarze Tees bevorzugen.

It's tea time – aber wann denn eigentlich?

Die Ostfriesen haben ihre vier Teetieds – bei den Briten sind es etwas mehr. Wobei die Bezeichnungen nicht nur nach der Uhrzeit, sondern auch danach variieren, was zu dem Tee serviert wird – als Teezeremonien können sie dennoch wegen der meist fehlenden Rituale kaum bezeichnet werden.

Für den Tee werden lose Blätter in einer (silbernen) Teekanne übergossen, wo sie die ganze Tea Time über bleiben. Da Schwarzer Tee bekanntlich bitter wird, je länger er zieht, wird großzügig Wasser nachgegossen. Das ist wahrscheinlich auch einer der Gründe, warum Milch eine so wichtige Rolle spielt: Sie mildert den bitteren Geschmack ab.

Den Early Morning Tea oder Breakfast Tea gibt es vor dem Frühstück, gerne noch im Bett.

Zum Light Tea am Nachmittag gibt es nur einfache Scones.

Den Cream Tea, ebenfalls am Nachmittag, begleiten Scones mit Clotted cream und Erdbeerkonfitüre.

Der Afternoon TeaFive-o'Clock-Tea oder Low Tea ist der klassische Nachmittagstee zwischen 15 und 17 Uhr. Wer den Luxus hat, nimmt ihn im Teesalon am niedrigen Teetisch ein. Dazu werden neben Scones mit Clotted Cream und Konfitüre Savouries serviert, kleine herzhafte Sandwiches, meist mit Gurken oder Lachs belegt.

Der High Tea zwischen 17 und 19 Uhr ist eine Mischung aus Afternoon Tea und Abendessen und wird am Esstisch serviert. Klassische begleitende Speisen sind kaltes Huhn, kalter Braten, Gemüse (gekocht) Salate sowie Gebäck und Früchte gereicht. Der High Tea wird aus besonderen Anlässen und in Gesellschaft begangen. Ein normales Abendessen, zu dem die Briten meist auch Tee trinken, ist kein High Tea.

Die besondere Variante des Afternoon Tea ist der Royal Tea, bei dem auch Champagner getrunken wird.

Ein Stehempfang mit Tee statt Sekt ist ein Reception oder formal Tea. Auch hier gibt es oft kleine Sandwiches.

Mif oder Tif? Die Art der Teezubereitung

An einer Frage scheiden sich seit Jahrhunderten die britischen Geister: Milk in first oder Tea in first? Kommt zuerst die Milch oder der Tee in die Tasse? Geschmacksunterschiede gibt es dem Vernehmen nach nicht, und bei Tee, der direkt im Becher zubereitet wird, stellt sich die Frage gar nicht. Dennoch können die Briten herrlich über dieses Thema diskutieren, denn hier hat jeder seine Vorliebe und damit auch jede Menge Argumente für seine Meinung – auch die Royals übrigens.

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