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Klimatipps

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Große Hitze, extremere Unwetter, Wasserknappheit und Ernteausfälle – ohne Frage wird der von Menschen verursachte Klimawandel immer sichtbarer. Zunehmend mehr Menschen fragen sich, wie sie ihren ganz persönlichen Beitrag leisten können, um die KIimakrise aufzuhalten. Vielen ist gar nicht bewusst, dass der Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen – vor allem Kohlendioxid, auch CO2 genannt -- kontinuierlich stattfindet, in allen Lebensbereichen. Verursacht werden die Treibhausgas-Emissionen vorwiegend beim Verbrennen fossiler Brennstoffe (Heizung, Verkehr, Energieerzeugung), in der Industrie, der Landwirtschaft und bei der Müllverbrennung. Erfahren Sie am Beispiel der beiden in Deutschland beliebtesten Heißgetränke Tee und Kaffee, an welcher Stelle klimaschädliche Emissionen anfallen und wie man den persönlichen CO2-Fußabdruck beeinflussen kann.

Die Themen im Überblick

Wie wirkt sich Teeanbau aufs Klima aus?

Tee zählt neben Leitungswasser zu den nachhaltigsten Getränken, setzt es sich doch nur aus getrockneten Teeblättern, Kräutern, Früchten und Samen zusammen, die mit heißem Wasser überbrüht köstlich schmecken. Klimabewusste Teefreunde dürfen sich freuen, denn im Vergleich zu Kaffee weist Tee eine bessere Klimabilanz auf, verursacht also weniger CO2-Ausstoß. So entstehen für Anbau, Herstellung, Transport bis zur Zubereitung einer Tasse Kaffee im Durchschnitt 75 Gramm CO2, für eine Tasse Tee etwa ein Viertel davon. Woran das liegt? Schon beim Anbau benötigt Tee wesentlich weniger Fläche als Kaffee und keine künstliche Bewässerung. Wird Tee getrocknet, bleibt am Ende 20 Prozent mehr übrig als bei Kaffee. Denn vier Kilogramm frisch gepflückte Teeblätter ergeben ein Kilogramm trockenen Tee, für ein Kilogramm Kaffeebohnen sind fünf Kilogramm Rohware erforderlich. Auch bei der Verarbeitung punktet Tee durch einen geringeren Energiebedarf. Schließlich unterscheiden sich beide Heißgetränke in der benötigten Menge für eine Tasse. Für300 ml Tee genügen rund 3 Gramm losen Tees, für Kaffee ist die doppelte Menge erforderlich.

Wie kann der Teeliebhaber die Klimabilanz beeinflussen?

Am Ende der Produktionskette, bei der Zubereitung einer Kanne Tee hat es der Verbraucher in der Hand, wie viel CO2 er durch sein Verhalten erzeugt und wie sich dies auf die eigene Klimabilanz auswirkt. Je größer dieser persönliche CO2-Fußabdruck, desto negativer sind die Auswirkungen auf unser Klima. Im Vergleich zu konventionell erzeugten Lebensmitteln weisen beispielsweise ökologisch produzierte einen geringeren CO2-Fußabdruck auf. Auch bei der Zubereitung von Tee lässt sich die persönliche Klimabilanz beeinflussen.

1. Tee mehrfach aufbrühen

Manche Tees – dazu zählen vor allem grüne Sencha-Tees, Oolong-Tees oder auch Weiße Tees - lassen sich mehrfach aufbrühen. In der chinesischen Teezeremonie Gongfu Cha sind je nach Teequalität sogar viele Aufgüsse möglich, und mit jedem Aufguss ändert sich der Geschmack des Tees. Stattfinden sollten diese Brühvorgänge innerhalb von wenigen Stunden, keinesfalls jedoch am Folgetag. Schwarze, Kräuter- und Früchtetees sowie aromatisierte Tees sind für Mehrfachaufgüsse nicht empfehlenswert, da die meisten Aromastoffe bereits in den ersten Aufguss übergehen.

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2. Energieverbrauch beim Aufbrühen minimieren

Das Kochen des Teewassers benötigt die meiste Energie im gesamten Tee-Herstellungsprozess.

  • Lassen Sie Teewasser nur kurz aufkochen oder nutzen einen Wasserkocher mit Abschaltautomatik
  • Erhitzen Sie nur so viel Wasser, wie Sie für eine Tasse oder Kanne benötigen. Nutzen Sie dazu Kanne oder Tasse als Messbecher, und geben damit das Wasser in den Wasserkocher.
  • Wer mehrmals täglich Teewasser mit dem Wasserkocher anstelle auf dem Herd aufkocht, spart 30 Kilogramm C02 pro Jahr.
  • Verwenden Sie möglichst kalkreduziertes Wasser, denn Kalk im Wasser verhindert, dass sich der feine Teegeschmack voll entfaltet.
  • Nutzen Sie kalkfreie Wasserkocher, da Kalkablagerungen einen bis zu 30 Prozent höheren Energieverbrauch verursachen. Spezielle Wasserfächer im Wasserkocher verhindern Kalkablagerungen, Zitronensäure löst Kalkablagerungen.
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3. Wiederverwendbare Materialien nutzen

  • Verwenden Sie Teesiebe oder waschbare Teenetze zum Aufbrühen von losem Tee, die sich immer wieder verwenden lassen.
  • Nutzen Sie so oft wie möglich für Ihren Unterwegs-Teegenuss auf dem Weg zur Arbeit, in den Urlaub oder für die Freizeit hochwertige Thermobecher anstelle von Einwegbechern. Eine große Auswahl To-go-Becher finden Sie in unserem Shop.
  • Tee ist oft ein willkommenes Geschenk. Verwenden Sie zum Verpacken doch mal ein schönes Geschirrtuch anstelle von Geschenkpapier. Geschirrtücher kann jeder gut gebrauchen, wohingegen Geschenkpapier nach einmaliger Benutzung meist ins Altpapier wandert.
  • Nutzen Sie Stoffservietten anstelle von Papierservietten.
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4. Tee-Haltbarkeit und Lagerung

  • Tee – vor allem nicht aromatisierter Schwarzer und Grüner Tee - ist lange haltbar, häufig weit über das auf der Packung angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus. Um sicherzugehen schauen Sie sich den trockenen Tee , insbesondere Kräuter- und Früchtetee sowie aromatisierter Tee, nach Ablauf des Datums genauer an und riechen Sie daran.
  • Nutzen Sie zur Aufbewahrung fest verschließbare Teedosen, damit das feine Aroma lange erhalten bleibt. Siehe dazu auch unseren Magazinbeitrag (hier).

5. Tee Warmhalten

  • Zum Warmhalten von Teekannen sind Stövchen beliebt. Beheizt werden sie mit kleinen Teelichtern. Teelichter sind nichts Anderes als kleine Kerzen. Je nach Material wirken sie sich unterschiedlich auf die Klimabilanz aus. Siehe dazu weiter unten.
  • Eine prima Alternative zu Stövchen sind Warmhaltekannen. Von der klassischen Thermoskanne bis zu attraktiven Kannen aus wärmespeicherndem Gusseisen oder mit einem wärmeisolierenden Mantel reicht die Bandbreite. Greifen Sie zu hochwertigen Warmhaltekannen mit langer Lebensdauer. Kurzlebige Produkte sind fürs Klima ungünstiger. Auch Warmhaltegläser mit doppeltem Glas halten Tee länger warm.
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6. Kerzen für die Stimmung und fürs Stövchen

  • Wussten Sie, dass es beim Rohmaterial von Teelichtern – wie übrigens bei Kerzen – viele Unterschiede gibt? Sogar damit lässt sich auf lange Sicht Ihre persönliche Umwelt- und Klimabilanz ein klein wenig verbessern.
  • Am weitesten verbreitet sind Paraffinkerzen. Sie bestehen aus einem Abfallprodukt aus der Erdölgewinnung, weshalb darauf aus Gründen der negativen Klimabilanz verzichtet werden sollte.
  • Ebenfalls beliebt ist Stearin, hergestellt aus pflanzlichen oder tierischen Fetten, in den allermeisten Fällen aus Palmöl, Sojaöl bzw. Kokosfett. Für den Anbau dieser Rohstoffe in riesigen Plantagen wird in großem Stil Regenwald gerodet. Fehlt der Regenwald, kippt das Klima noch schneller. Mit gutem Gewissen nutzen lassen sich dagegen Stearinkerzen aus tierischen Schlachtabfällen oder Ölen (Raps, Olive) aus heimischer Produktion.
  • Eine besondere Atmosphäre geht von den außergewöhnlich duftenden Bienenwachskerzen aus. Im Zuge des Bienensterbens reicht das Wachsangebot aus unseren Breiten jedoch bei weitem nicht aus und muss durch Importe aus China, Südafrika oder Südamerika ergänzt werden. Es empfiehlt sich, Bienenwachs-Kerzen aus regionaler Herstellung zu verwenden.
  • Sofern Allergiker in Ihrem Haushalt leben, verzichten Sie besser auf Duftkerzen, um Reizungen von Haut und Atemwegen zu vermeiden.
  • Außerdem sollten Teelichter nicht in einem Aluminium-Mantel stecken, denn beim CO2-Fußabdruck schneidet Aluminium im Vergleich zu anderen Verpackungsmaterialien mit großen Abstand am schlechtesten ab. Besser sind Teelichter in wieder verwendbaren Glashüllen.